Fragen und Antworten

Waisch B’scheid

#Wie kam's?

Auslöser war das Pfarrhof Projekt in Erzingen, denn dieser soll schon jetzt im Herbst verkauft werden.

Die Pfarrhof Initiative hat zum Ziel, den Pfarrhof der Öffentlichkeit zu erhalten und für soziale, kulturelle und nachhaltige Projekte nutzbar zu machen.

In einem ersten Schritt wurde dazu der gemeinnützige Verein #KulturRaum Klettgau 2022 gegründet.

#Wozu der Verein?

Die Vereinsziele von  #KulturRaum Klettgau 2022 sind die Förderung von:

  • Kunst und Kultur im Klettgau,
  • Denkmalschutz und -pflege,
  • Heimatpflege, -kunde und Ortsverschönerung,
  • bürgerlichem Engagement.

Damit eignet er sich optimal zur „Bespielung“ des Pfarrhofs – oder auch anderer Gebäude – mit sozialen, kulturellen und nachhaltigen Projekten.

 

#und die Genossenschaft?

Mithilfe einer Genossenschaft als weiterer Schritt kann der Erwerb, die Sanierung und Trägerschaft des Pfarrhof-Ensembles gewährleistet werden.

Der Pfarrhof als „Impulsort“ bietet Raum für Kommunikation und Begegnung, und kann damit als Basis für die weitere Entwicklung der Daseinsvorsorge im Klettgau genutzt werden.

Allgemeines über die Unternehmensform der Genossenschaft ist hier zu finden

 

#Was bedeutet Daseinsvorsorge?

Kurz: darunter versteht man die staatliche Aufgabe, Güter und Leistungen bereitzustellen, die für ein menschliches Dasein notwendig sind, wie zB.  Energie- und Wasserversorgung, Verkehrsleistungen, Telekommunikation, Rundfunk, Straßenreinigung sowie Abwasser- und Müllentsorgung.

Daneben gibt es die Daseinsgrundfunktionen: grundlegende menschliche Bedürfnisse und Ansprüche an den jeweiligen Lebensraum des Menschen, wie:

  • Wohnen
  • Arbeiten
  • Sich versorgen (Nahrung, Kleidung etc.)
  • Sich bilden
  • Sich erholen
  • In Gemeinschaft leben
  • Entsorgen (seit 1979)
  • Am Verkehr teilnehmen
  • An Kommunikation teilnehmen
#und Daseinsvorsorge im Klettgau?

Mögliche Themen sind zB.

  • Bereitstellung von bezahlbaren Wohn- und Arbeitsräumen
    zB. Coworking-Spaces, junges Wohnen
  • Multifunktionale Nahversorgungs- und Begegnungszentren
    zB. Dorfladen, Dorfgasthaus, Vereinsräume
  • „Energie in Bürgerhand“
  • Sozialverantwortliche und ökologische Sharing-Modelle
    zB. Repair-Cafés, soziales Kaufhaus, Tauschbörsen,
    Selbstversorger- und Gemeinschaftsgärten
  • (Inter-) Kulturelle Angebote
    zB. Theater, Musik, Feste, Seminare, Brauchtumspflege
  • Unterstützung des sanften Tourismus

Um hier die Bedarfe zu ermitteln, haben wir eine Umfrage erstellt!

#Wie kann ich mitmachen?

Am besten als GenossenschafterIn.

Alle – BürgerInnen, Organisationen und Unternehmen – können einen Anteil an der Genossenschaft erwerben und damit MiteigentümerIn werden.

Mit jedem Anteil erhält man – unabhängig von der Anteilshöhe – automatisch auch ein Stimmrecht in der Generalversammlung.

Außerdem auch gerne durch Teilnahme an unserer Umfrage! 

#Kann ich mein Geld wieder heraus­bekommen?

Ja, durch Kündigung der Mitgliedschaft.

Ein- und Austritte von Mitgliedern sind problemlos und ohne notarielle Unterstützung möglich. Beim Austritt eines Mitglieds wird die erbrachte Einlage wieder vollständig zurückgezahlt.

#Wie viel kostet ein Anteil?

Der genaue Betrag muss erst noch festgesetzt werden. Deswegen brauchen wir eure Meinung!
Sehr wahrscheinlich bist du mit 200.–, 500.– oder 1.000.– EUR dabei.

#Muss ich einmalig oder jährlich zahlen?

Einmalig.

Es gibt keine Gebühren, Mieten oder Mitgliedsbeiträge.

#Was passiert, wenn die Genossen­schaft in Konkurs geht?

Damit dieser Fall nie eintritt, gibt es bei regelmäßig stattfindenden Generalversammlungen einen Finanzbericht und eine Abstimmung über die wegweisenden Entscheidungen. Die unabhängige Prüfung durch den BWGV sowie die interne Kontrollmöglichkeit durch die Mitglieder machen die Genossenschaft zur insolvenzsichersten in Deutschland.

#Gibt es Beispiele?

Ja! Bereits erfolgreich umgesetzte Beispiele aus unserer Umgebung:

cafe-goldene-krone.de
bolando.de
dasroessle.de
leutkircher-buergerbahnhof.de
dorfladengenossenschaft-britzingen.de
gasthaus-roessle-salem.de
alteschulebuehl.wordpress.com
allgaeuer-genussmanufaktur.de

Im Herbst ist ein Ausflug geplant, wo wir uns ähnliche Genossenschaften in der Region anschauen wollen. Näheres dazu folgt!

Genossen­schaft kurz erklärt

Eines von vielen Beispielen:
Unsleben (Bayern) –
926 Einwohner


144
Genossen bringen Anteile im Wert von 200.000 EUR ein.
Zusammen mit 200.000 EUR Fördermitteln und 200.000 EUR Darlehen wird ein historisches Gasthaus gekauft, umgebaut und weiterbetrieben:

 

 

Und es geht noch mehr: In der Genossenschaft zur Rettung der Dorfwirtschaft in Giggenhausen wurden mit knapp 300 Absichtserklärungen über 1.000.000 EUR erreicht!

#Demo­kratisch

Ob 1 oder 20 Anteile.

Jeder Genosse hat das gleiche Stimmrecht und entscheidet gleichberechtigt mit – egal, wieviele Anteile er erworben hat.

#Ohne Risiko

Genossenschaften sind sicher.

Die unabhängige Prüfung durch den BWGV sowie die interne Kontrollmöglichkeit durch die Mitglieder machen die Genossenschaft zur insolvenzsichersten in Deutschland.

Kapital ist gut aufgehoben und jederzeit abrufbar.

Ein- und Austritte von Mitgliedern sind problemlos und ohne notarielle Unterstützung möglich. Beim Austritt eines Mitglieds wird die erbrachte Einlage wieder vollständig zurückgezahlt.

#Rentabel

Genossenschaften bringen Gewinn.

Viele Genossenschaften gewähren ihren Mitgliedern Vergünstigungen, zB. bei Eintrittspreisen oder durch sogenannte Genussrechte. Einige sind auch in der komfortablen Lage, ihren Mitgliedern Dividenden auszuzahlen – das können wir zum jetztigen Zeitpunkt aber nicht versprechen. Unsere Rendite liegt in der Lebendigkeit und Bereicherung des Klettgaus und damit vor allem im gesellschaftlichen Gewinn.

#Gutes tun...

und Klettgau weiterbringen.

Jede Mitgliedschaft trägt zum Gemeinwohl und Miteinander im Klettgau bei. Jung und Alt, Eingesessene und Neubürger, Vereine, Unternehmen und Kommune profitieren von einem starken Klettgau. Schieben wir das hemmende Ortsteildenken zur Seite!

#Erste Projekte

und viele Ideen.

Mit dem „Alten Pfarrhof“ in Erzingen beginnen wir das Pilotprojekt, dem noch viele weitere im gesamten Klettgau folgen sollen. Begleitet und unterstützt werden wir vom BWGV.